.

Erfolgreiche EURO

Titelverteidiger Spanien konnte zum zweiten Mal nach 2018 den Teller nach dem Finaltriumph über Kroatien in Stockholm in die Höhe stemmen und kürte sich erneut zum Europameister. Der dritte Platz ging in einem spannenden Spiel an Norwegen.

Mit über 500.000 Fans in den Arenen, knapp 90 Sendern die die Spiele der EHF EURO 2020 weltweit übertrugen, ein Plus von 27 Porzent auf den Social Media Kanälen der EHF, 75 Prozent Marktanteil im dänischen Fernsehen bei der Vorrunden-Begegnung Dänemark vs. Ungarn, stach die größte EURO aller Zeiten auf allen Ebenen hervor. Bei der Abschluss-Pressekonferenz gab es von Seiten der EHF ausschließlich Lob für die drei Ausrichter Schweden, Österreich und Norwegen.

Bestes Ergebnis für Österreich

Für Österreich endete die EHF EURO 2020 mit vielen Glücksmomenten. Mit dem Unentschieden im letzten Spiel der Hauptrunde der EHF EURO 2020 in der Wiener Stadthalle gegen Weißrussland belegt man in der Endabrechnung Platz acht - das beste Ergebnis, das jemals bei einer EURO-Endrunde erreicht wurde.

"Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um der gesamten Mannschaft meinen Dank auszusprechen", eröffnete ÖHB-Generalsekretär Bernd Rabenseifner die Abschluss-Pressekonferenz. "Mit den Erfolgen, dem Einzug in die Hauptrunde, dem achten Platz und dem gesamten Auftritt des Nationalteams, war Handball mehr als nur in aller Munde. Alle Spiele wurden auf ORF 1 übertragen, was im Vergleich zu 2010 nochmals einen Quantensprung bedeutet."

Generell gab es auch für sämtliche Medien in Österreich einen Sonderapplaus des Nationalteams, das in den vergangenen Wochen sämtliche Titelblätter zierte, über die in allen TV- und Radio-Stationen des Landes berichtet wurde und sowohl Print, TV und Radio das Thema Handball in den unterschiedlichsten Ressorts und Programmen aufnahm.

"Fans haben uns gepusht"

86 Prozent Auslastung in Graz und Wien rechnete Christoph Joklik, Geschäftsführer der ÖHB Marketing- und Veranstaltungs GmbH vor. Kumuliert verfolgten über 150.000 Zusehern in der Stadthalle Graz und der Wiener Stadthalle die insgesamt 24 Spiele in Österreich. Und viele von ihnen trieben das Nationalteam zu Höchstleistungen an. Von der einzigartigen Stimmung schwärmten nicht nur Österreichs EURO-Helden, von sämtlichen Nationen kam viel Lob.

Stellvertretend für das gesamte Nationalteam, bedankte sich auch Kapitän Nikola Bilyk nochmals bei den Fans, der Organisation und den Medien: "Alles war perfekt. Wir können stolz auf das Erreichte sein, werden weiter hart arbeiten. Unser Weg ist noch nicht zu Ende. Wir sind eine junge, hungrige Truppe."

Teamchef Aleš Pajovič hob noch einmal den Teamgeist, den Charakter und den Kampfgeist seiner Schützlinge hervor: "Trotz Rückstand sich so zurückzukämpfen verdient großen Respekt. Die Jungs haben eine großartige EURO gespielt. Als wir gegen Nordmazedonien in der zweiten Halbzeit mit zehn Toren voran lagen, dachte ich, ich bin in einem Traum."

Welche Bedeutung diese Leistungen und der achte Platz im internationalen Handball haben, unterstrich Patrick Fölser, ÖHB Sprtdirektor: "Das ist eine riesen Leistung. Wir haben uns bei den großen Nationen viel Respekt erarbeitet, niemand hat uns auf die leichte Schulter genommen."