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Legenden-Spiel: Diese Stars führen das Zepter an der Seitenlinie

Legenden-Spiel: Diese Stars führen das Zepter an der Seitenlinie

Bei diesen Größen, fängt man an, mit der Zunge zu schnalzen. Und man darf gespannt sein, nach wessen Taktik gespielt wird. ÖHB-Teamchefin Monique Tijsterman, die ehemaligen Teamchefs Gunnar Prokop, Rainer Osman und Aleš Pajovič, sowie die Spieler-Legenden Viktor Szilagyi und Andreas Dittert werden an der Seitenlinie beim Legenden-Spiel im Rahmen der 100 Jahr-Feier den Ton angeben. Tickets für den 1. November sind noch über Wien-Ticket erhältlich.

Die Karriere von Gunnar Prokop war geprägt von unglaublichen Erfolgen, die damals wohl niemand für möglich gehalten hätte. Wie beispielsweise der Triumph mit HYPO NÖ im Europacup. Geboren am 11. Juli 1940, lernte er während seines Studiums seine spätere Frau Liese Prokop, geborene Sykora, kennen und trainierte sie. 1968 holte sie unter seiner Führung bei den Olympischen Spielen in Mexiko die Silbermedaille im Fünfkampf. 1972 wechselte Gunnar Prokop zum Handball und gründete HYPO Niederösterreich. Zwischen 1977 und 2010 wurde HYPO Niederösterreich unter Gunnar Prokop durchgehend österreichischer Meister und gewann bis heute achtmal die EHF Champions League. Er hatte maßgeblichen Anteil an der erfolgreichsten Nationalteam-Ära im Frauen-Handball. Anlässlich der Gala zum zehnjährigen Jubiläum der Gründung der EHF wurde er zum Coach of the Century gekürt. 2007 wurde Gunnar Prokop vom Land Niederösterreich für sein Lebenswerk geehrt. 

Knapp 30 Jahre war Monique Tijsterman innerhalb des niederländischen Handballverbandes für die Talenteförderung zuständig, leitete die Handball-Akademie, aus der zahlreiche Weltstars hervorgingen und die Niederlande es bis an die Weltspitze im Frauen Handball schaffte, arbeitete als Trainerin im Nachwuchs und stand kurze Zeit auch dem holländischen Frauen Nationalteam als Cheftrainerin vor. Monique Tijsterman gilt generell als eine der wichtigsten Persönlichkeiten im holländischen Handball. Auf Vereinsebene betreute sie das Männer-Team der OCI Lions von 2014 bis 2016 und führte den Klub in der Saison 2015/2016 bis in die Gruppenphase des EHF Cup (heute EHF European League). Als erste Frau, die ein Männer-Team im Europacup coachte, schrieb die 56-Jährige Geschichte. Mit den diversen Nachwuchs-Auswahlen Hollands nahm sie insgesamt an elf Europa- und acht Weltmeisterschaften teil und holte zweimal Bronze (U18 WM 2010 in der Dominikanischen Republik, U17 EURO 2007 in der Slowakei) und zweimal Silber (U19 EURO 2011 in den Niederlanden, U19 EURO 2019 in Ungarn). Seit Februar 2024 ist sie Teamchefin der ÖHB-Frauen, führte das Team zur Heim-EURO 2024 und nun zur WM 2025.

Viktor Szilagyi war gerade einmal sieben Jahre alt, als der gebürtige Ungar mit seiner Familie nach Österreich übersiedelte. Mit dem THW Kiel gewann er 2007 die EHF Champions League und wurde mehrfacher deutscher Meister. Mit dem VfL Gummersbach holt der heute 47-Jährige den EHF Cup, den er später nochmals mit der SG Flensburg-Handewitt gewinnt, sowie den Europapokal der Pokalsieger. Über viele Jahre war er die Schaltzentrale des österreichischen Nationalteams. 1998 gab er mit 19 Jahren sein Debüt, 2016 beendete er nach dem WM-Playoff gegen Dänemark seine Team-Karriere. 2010 löste er mit dem Nationalteam den ersten Handball-Boom nach der Jahrtausendwende aus, führte die Mannschaft als Kapitän sensationell in die Hauptrunde der Heim-EURO und schließlich zu Rang 9, der besten Platzierung bei den Männern bis zu diesem Zeitpunkt.

Danke für ALES! So titelte man nach dem Abschied von Österreichs erfolgreichstem Männer-Teamchef im Frühjahr 2025. 2019, knapp ein Jahr vor der Heim-EURO, übernahm der Slowene das österreichische Nationalteam und führte es prompt zu Rang 8. Es folgten die WM 2021, die EHF EURO 2022 und die unvergessene EURO 2024 in Deutschland. Die Corona-Jahre waren vorüber und mit den leidenschaftlichen Auftritten sorgte man hierzulande für eine wahre Handball-Euphorie, die rund um das Nationalteam ungebrochen scheint. In Köln verpasste man das Halbfinale nur hauchdünn, belegte am Ende erneut mit Rang 8 die beste EM-Platzierung bei den Männern. Im Jänner 2025 gelang bei der WM schließlich der erstmalige Aufstieg in die Hauptrunde, wo ebenfalls auf das Viertelfinale nur wenig fehlte. Aleš Pajovič ist der erfolgreichste Trainer bei den Männern, der mit seiner unverkennbaren Art nicht nur eine eingeschworene Einheit formte, sondern vor allem viele Herzen für sich gewann.

1.089 Tore, damit ist Andreas Dittert mit deutlichem Abstand Rekord-Torschütze. Sowohl in Österreich wie auch in der Schweiz wurde er Meister und Cupsieger. Mit dem Nationalteam geigte er bei der B-WM 1992 auf, erzielte in sieben Spielen unglaubliche 56 Tore. Auch ein Jahr später bei der A-WM präsentierte er sich als Torschütze vom Dienst, traf unter anderem gegen Ägypten und Norwegen  jeweils neunmal. Insgesamt bestritt Andreas Dittert 203 Länderspiele und ist einer von bislang fünf ÖHB-Hall of Famern.

Mit 102 Länderspielen war Rainer Osman einer der längstdienenden Trainer an der Seite der ÖHB-Männer. Über sechs Jahre dauerte seine Ära an. Unter ihm gab Janko Bozovic Ende Oktober 2006 sein Nationalteam-Debüt und reiften zahlreiche Stars wie Viktor Szilagyi, Patrick Fölser, Damir Djukic, Bernd Friede, Matthias Günther, Klemens Kainmüller, Nikola Marinovic, Roland Schlinger, Conny Wilczynski, Markus Wagesreiter und viele mehr. All die Jahre begleitete ihn David Szlezak als Kapitän des Nationalteams.

Diese sechs schillernden Persönlichkeiten werden am 1. November ab 16:30 Uhr nochmals in ihre taktische Trickkiste greifen und unsere Legenden anführen.

Rahmenprogramm

FREIER EINTRITT:

  • 10:30 Hallenöffnung
  • 11:00 Nationalteam Frauen Jahrgang 2010 freundschaftliches Länderspiel AUT vs. POL
  • 13:00 Handball Specials: Vorarlberg vs. Wien
  • 14:15 WHA MEISTERLIGA: UHC Müllner Bau Stockerau vs. MGA Fivers
  • Um 15:45 Uhr wird die Halle geräumt 

EINTRITT MIT TICKET:

  • 16:00 Einlass
  • 16:20 Präsentation unserer Legenden
  • 16:30 Legenden-Spiel (1 x 30 min)
  • 17:10 Österreich und Ungarn kommen zum Warm Up aufs Feld
  • 17:30 Iker Romero wird in Österreich Willkommen geheißen
  • 17:45 Opening Ceremony zum 100-Jahr-Jubiläum
  • 18:00 Spielbeginn AUT vs. HUN
  • nach Spielende:
    • Aufnahme der neuen Mitglieder in die Hall of Fame
    • Autogrammstunde mit den Stars unserer Nationalmannschaft

100 Jahre ÖHB

Österreich vs. Ungarn
Sa., 1. November 2025, 18:00 Uhr
Sport Arena Wien, Stephanie-Endres-Straße 3, 1020 Wien
Ticketing: Wien-Ticket

Ticketpreise
Kategorie A, Vollpreis: € 49,90.-
Kategorie A, ermäßigt (6 - 14 Jahre): € 39,90.-
Kategorie B, Vollpreis: € 39,90.-
Kategorie B, ermäßigt (6 - 14 Jahre): € 29,90.-
Rollstuhlfahrer:innen: € 14,90.- 

24/10/25 20:03 zurück