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ÖHB-Spitze einig: W19 EHF EURO war ein Ausrufezeichen

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Der 4. Platz bei der Women´s 19 EHF EURO 2025 hat international für Aufsehen gesorgt. Aber natürlich auch national. Die gesamte Vorrunde, wie auch beim Halbfinale und dem Spiel um Platz 3 war Nationalteamchefin Monique Tijsterman vor Ort. ÖHB-Sportdirektor Patrick Fölser sah jedes Spiel im Livestream und stand die gesamte Zeit über in engem Kontakt mit dem Betreuerteam. Die sportliche Spitze des ÖHB sieht in der Platzierung und den Erfolgen über Handball-Großmächte wie die Niederlande, Norwegen oder Frankreich ein klares Ausrufezeichen.

„Auch wenn das Turnier mit der Niederlage gegen Kroatien nicht wie erhofft startete, so konnte man sich dennoch von Spiel zu Spiel steigern und erzeugte einen Flow, der das Team bis ins Halbfinale getragen hat“, analysiert ÖHB-Sportdirektor Patrick Fölser. Ihn wie auch Teamchefin Monique Tijsterman erreichten nach den Erfolgen über die Türkei, die Niederlande, Norwegen und Frankreich viele anerkennende Nachrichten.

„Wir wussten schon im Vorfeld, dass in dieser Mannschaft Potential steckt. Fünf Spielerinnen haben sich bereits bei mir im A-Nationalteam bewiesen“, führt etwa Monique Tijsterman aus, die sich vor Ort ein genaueres Bild zu jeder einzelnen Spielerin machen konnte: „Das war wichtig für mich.“

Die Niederländerin spricht auch offen an, dass international wohl niemand Österreich für eine Top 4-Platzierung am Plan hatte. „Aber ihr Teamspirit, ihr Kampfgeist und ihre starke Deckung haben alle Nationen vor Probleme gestellt“, so Tijsterman, die auch direkt nach dem letzten Spiel mit dem Teamchef des Jahrgang 2006, Miro Barisic, über die Zukunft gesprochen hat: „Das Team hat einen sehr guten Job gemacht, aber jetzt müssen wir die nächsten Schritte machen und nach vorne schauen. Es wartet viel Arbeit auf uns. Wir müssen uns genau anschauen, was brauchen die Spielerinnen und wer kann uns helfen, damit sie sich kontinuierlich verbessern.“ 

Eines verlangt sie von den Spielerinnen, die in der Zukunft auch im A-Nationalteam auflaufen: „Ich habe den Spielerinnen gesagt, dass sie diesen Kampfgeist zum Nationalteam mitbringen müssen. Das war beeindruckend.“

Generell überzeugte man bei diesem Turnier als Kollektiv wie Patrick Fölser herausstreicht: „Wir hatten bei dieser EURO keine Spielerin, die alleine eine Partie entschieden hat. Das Team hat als Kollektiv zusammengearbeitet und eine konsequente Deckung gestellt. Das waren die Schlüssel zu diesem Erfolg.“

Dass man im Halbfinale den amtierenden Weltmeisterinnen aus Spanien unterliegt, war laut Analyse auch der Abgebrühtheit der Ibererinnen geschuldet. Im Spiel um Platz 3 gegen Dänemark hat dann womöglich die Kraft gefehlt, Patrick Fölser: „Da war die Energie einfach weg, was in so einem harten Turnier mit acht Spielen in zwölf Tagen einfach auch passieren kann.“

Eines ist dem gesamten Team wie auch dem ÖHB auf die Stirn geschrieben: Stolz! „Handball Österreich kann sehr stolz auf dieses Team sein und wir alle freuen uns sehr, dass diese Mannschaft bei der U20 WM 2026 die Chance hat, sich erneut mit den Besten der Besten zu messen“, freut sich Sportdirektor Patrick Fölser.

22/07/25 19:53 zurück