Mykola Bilyk: "Wir glauben fest daran, dass wir das drehen"
„Ein Tor ist kein großer Unterschied. Wir sind eine Mannschaft mit viel Qualität. Kleine Details werden entscheiden“, analysiert Teamchef Iker Romero. Der Spanier, der selbst 2005 als Aktiver Weltmeister wurde, hat mit Co-Trainer Erwin Gierlinger und den Spielern das 25:26 vom Mittwoch in Graz aufgearbeitet und analysiert.
„Vieles war gut, manches müssen wir besser machen. Wir wissen jetzt, wie Polen in gewissen Situationen agiert. Darauf bereiten wir uns vor.“ Romero betont aber auch, dass das auch für Polen gilt. Der Unterschied wird in kleinen Details liegen: „Im Vergleich zu Mittwoch braucht es in allen Bereichen den ein oder anderen Prozentpunkt mehr.“
"Wir glauben fest daran, dass wir das drehen können. Wir wollen zur WM. Das ist unser Ziel", ist auch Kapitän Mykola Bilyk zuversichtlich. "Wir schauen, dass wir zwei Tore mehr werfen als Polen. Das ist unsere Aufgabe. Aber es wird nicht leichter, in gewissen Situationen braucht es vielleicht auch das Quäntchen Glück." Dass man das Hinspiel am Mittwoch knapp verloren hat, sieht der Kiel-Legionär nicht zwingend als Nachteil: "In einem Playoff ist es manchmal besser, nicht mit vier, fünf Toren Unterschied zu gewinnen, um den Fokus und die Einstellung auf die Sache hoch zu halten."
Aufpassen heißt es beim Gegner unter anderem auf Mikolaj Czaplinski und Szymon Sicko. Diese beiden sorgten für die Hälfte aller Tore Polens im Hinspiel. Gegen den linken Rückraum Sicko, der beim polnischen Champions League-Klub Kielce engagiert ist, meinte Lukas Hutecek nach dem Hinspiel bereits, dass man eventuell einen Schritt mehr auf ihn zu machen muss. Bei Czaplinski gilt es die Pässe auf den Flügel zu unterbinden.
"Den Rückraum und auch den Kreis müssen wir besser in den Griff bekommen. Das Zusammenspiel zwischen Deckung und Torhüter hat bei uns schon gut funktioniert. Vorne müssen wir die erste und zweite Welle schneller spielen. Polen wechselt stets ein, zwei Spieler zwischen Angriff und Deckung, das müssen wir ausnützen", ergänzt Mykola Bilyk.
Bereits am Donnerstag hat man die Anreise nach Olsztyn hinter sich gebracht. Alle Spieler sind fit und bereit für das Rückspiel, Iker Romero: „Die Jungs sind fantastisch. Sie arbeiten hart und wir alle freuen uns auf Sonntag.“
Sechste WM-Teilnahme seit 2011 im Fokus
Die Heim-EURO 2010 kann getrost als Initialzündung bei den Männern bezeichnet werden. Seither nahm man an insgesamt sieben Europa- und fünf Weltmeisterschaften teil. „Es ist für uns Normalität geworden, bei Großereignissen dabei zu sein“, streicht etwa Flügel Sebastian Frimmel hervor. Die WM 2027 geht mit insgesamt 32 Mannschaften von 13. - 31. Jänner 2027 in Deutschland über die Bühne. Titelverteidiger ist Dänemark.
WM-Playoff
Österreich vs. Polen 25:26 (13:15)
Mi., 13. Mai 2026, 18:00 Uhr, Graz, Raiffeisen Sportpark Graz
Österreich: Mykola Bilyk (5), Eric Damböck (4), Tobias Wagner (4), Jakob Nigg (4), Sebastian Frimmel (3), Elias Kofler (2), Lukas Hutecek (2), Michael Miskovez (1), Markus Mahr, Nemanja Belos, Lukas Herburger, Boris Zivkovic, Lukas Fritsch, Franko Lastro, Constantin Möstl, Leon Bergmann
Match Report
Polen vs. Österreich
So., 17. Mai 2026, 15:00 Uhr, Olsztyn (POL)
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