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Österreich verpasst WM 2027 nach bitterem Unentschieden in Polen

Lukas Herburger war mit sieben Treffern bester Werfer - Copyright: Jerzy Stankowski / PHF

Alles gegeben, alles auf dem Feld gelassen. Einsatz, Kampfgeist, Wille und Moral haben Mykola Bilyk & Co. hineingeworfen, erspielten sich zur Pause eine Vier-Tore-Führung. Doch nach Seitenwechsel häuften sich Zweiminutenstrafen und man kam immer im Angriff ins Zeitspiel. Nach zwischenzeitlichem Rückstand hatte man kurz vor Ende nochmals die Chance auf das plus 2. Doch statt dem WM-Ticket oder zumindest Verlängerung, kassierte man den Ausgleich und verpasst damit die Endrunde im Jänner 2027.

Was für ein bitterer Nachmittag aus rotweißroter Sicht. Die Mannschaft von Teamchef Iker Romero war perfekt eingestellt, agierte aus einer neuerlichen starken Deckung heraus, samt einem in Topform befindlichen Constantin Möstl. Gleich zu Spielbeginn führte man 3:1, kassierte dann in der 10. Minute erstmals den Ausgleich zum 5:5. Ab Mitte der ersten Halbzeit zwang man die Gastgeber immer wieder zu Fehlern und zeigte sich konsequent im Angriff. 15:10 betrug der Vorsprung 26. Minute, mit 17:13 ging es in die Pause.

Polen hatte Anwurf in der zweiten Halbzeit, verkürzte zunächst auf 14:17. Österreich hielt den Drei-Tore-Vorsprung, auch in einer heiklen Phase, in der man zwei Zeitstrafen erhielt, die sich für ein paar Sekunden überlappten. Im Angriff war die polnische Deckung nun besser auf das Spiel der Österreicher eingestellt, zwang diese immer wieder ins Zeitspiel.

In der 43. Minute war Polen auf 21:22 dran und ging wenig später mit 25:23 in Führung. Die Schlussphase war schließlich an Dramatik nicht zu überbieten. Österreich holte sich in der 58. Minute durch Tobias Wagner die Führung wieder zurück. Kurz darauf muss Lukas Herburger für zwei Minuten hinaus. Den zusätzlichen Siebenmeter pariert Constantin Möstl.

Doch im Angriff findet man keine Lücke, gerät abermals ins Zeitspiel und verpasst die Zwei-Tore Führung. Mit dem letzten Angriff erzielt Polen noch den 30:30-Ausgleich und holt sich nach dem 26:25-Erfolg vom Mittwoch in Graz das Ticket für die WM 2027 in Deutschland.

Lukas Hutecek: „Es tut unglaublich weh. Wir haben wirklich hart gekämpft heute, haben uns über viele Strecken des Spiels viele gute Chancen erarbeitet, konnten vor allem zu Beginn des Spiels das Spiel gut kontrollieren. Wir haben das nicht geschafft in der zweiten Halbzeit das Niveau zu halten. Polen hat sich sehr gut eingestellt auf unser Sieben gegen Sechs, haben sehr körperlich gespielt und ihr Torhüter hat uns dann auch wieder die Bälle, die aufs Tor kamen, weggenommen. Das tut natürlich heute weh. Wir haben es auch zu oft nicht geschafft die Räume zu schließen. Es war auf jeden Fall eine gute Reaktion heute. Ich denke man hat gesehen, mit wie viel Feuer wir in dieses Spiel gegangen sind. Es ist natürlich unendlich bitter, dass es dann trotzdem nicht reicht.“

Sebastian Frimmel: „Es ist wirklich sehr sehr schmerzhaft und irgendwie auch schwer zu realisieren, dass wir in Deutschland nicht dabei sind. Ich weiß, dass wir dorthin gehören und wir hätten uns das heute und die Woche extrem verdient gehabt. Wir haben uns brutal durchgekämpft mit so vielen angeschlagenen Spielern. Es ist wirklich schwer in Worte zu fassen, wenn man es so knapp nicht schafft.

WM-Playoff

Österreich vs. Polen 25:26 (13:15)
Mi., 13. Mai 2026, 18:00 Uhr, Graz, Raiffeisen Sportpark Graz
Österreich: Mykola Bilyk (5), Eric Damböck (4), Tobias Wagner (4), Jakob Nigg (4), Sebastian Frimmel (3), Elias Kofler (2), Lukas Hutecek (2), Michael Miskovez (1), Markus Mahr, Nemanja Belos, Lukas Herburger, Boris Zivkovic, Lukas Fritsch, Franko Lastro, Constantin Möstl, Leon Bergmann
Match Report

Polen vs. Österreich 30:30 (13:17)
So., 17. Mai 2026, 15:00 Uhr, Olsztyn (POL)
Österreich: Lukas Herburger (7), Sebastian Frimmel (4), Mykola Bilyk (4), Tobias Wagner (4), Jakob Nigg (4), Elias Kofler (3), Nemanja Belos (2), Boris Zivkovic (2), Markus Mahr, Nico Sager, Lukas Fritsch, Lukas Hutecek, Franko Lastro, Michael Miskovez, Constantin Möstl (27,8% gehaltene Bälle - 10/36), Leon Bergmann (33,3% gehaltene Bälle - 2/6)
Match Report

17/05/26 18:11 zurück