Jahresrückblick: das unvergessene Unentschieden gegen Deutschland in Wien
„26 Tore von Deutschland zeigt, dass wir eine richtig gute Abwehr gespielt haben. Ich bin nicht überrascht. Wir haben in den letzten immer über 60 Minuten gekämpft, sind immer zurückgekommen und das zeigt unseren Charakter, unseren Teamspirit. Das Publikum war unglaublich. Das war eine unglaubliche Leistung von meinen Jungs und von unseren Fans“, strahlte auch Teamchef Aleš Pajovič nach Spielende.
Dieser Auftritt und dieser Abend hat sich damals auch direkt in sein Herz gespielt: „Dieses Spiel heute bleibt für immer. Das war unglaublich.“
Und wie: Über die gesamten 60 Minuten lieferte man sich ein körperlich robustes und kräfteraubendes Duell, in dem einmal mehr in gewissen Phasen die Torhüter herausstachen.
Österreich erspielte sich in der Anfangsphase eine viel umjubelte Führung, sah sich allerdings ab der 13. Minute in Rückstand. Mit einem Treffer kurz vor der Pausensirene stellte Miro Schluroff für die Gäste auf 13:11.
Nach Seitenwechsel konnte sich Deutschland immer wieder mit drei Toren absetzen. Angetrieben von den über 6.000 Fans kämpften sich Sebastian Frimmel & Co. mehrfach bis auf einen Treffer heran, ließen dann auch die ein oder andere Chance auf den Ausgleich aus.
Deutschland drängte Österreich häufig ins Zeitspiel und zwang den Gegner zu Fehlern. Das nutzten die Olympia-Silbernen von Paris um in der 50. Minute auf 23:19 vorzulegen.
In der Crunchtime drehte die rotweißrote Deckung samt Schlussmann Constantin Möstl nochmals richtig auf, erzielte in der 56. Minute den verdienten Ausgleich zum 24:24 und wenige Sekunden vor Spielende durch Sebastian Frimmel per Siebenmeter den 26:26-Endstand.
Entsprechend „geil“ fand der Flügel dieses Ergebnis: „Es ist unfassbar geil. Dieser Punkt fühlt sich extrem gut an. So kurz nach dem Spiel ist schwer Worte zu finden, aber es ist ein Traumgefühl in dieser Halle zu stehen, vor so vielen österreichischen Fans, in so einer großen Arena in Wien. Das ist nicht selbstverständlich für den österreichischen Handball und ich bin einfach stolz, dass wir uns das in den letzten Jahren erarbeitet haben. Wir haben gesagt, wir wollen gewinnen gegen sie. Wir wollen immer mehr. Wir haben uns über die letzten Jahre viel Selbstvertrauen erarbeitet."
Und die Herzen der Fans, die teils über eine Stunde ausharrten und für ihre Geduld belohnt wurden. Denn die ÖHB-Stars erfüllten nahezu jeden Autogramm- und Foto-Wunsch. Die Quali beendete man erfolgreich hinter Deutschland auf Platz 2. Unsere Nachbarn sind am 15. Jänner in Herning (DEN) auch unser Auftaktgegner bei der Endrunde.
Qualifikation zur Men´s EHF EURO 2026
07.11.2024: Österreich vs. Türkei 31:28 (17:13)
10.11.2024: Schweiz vs. Österreich 29:29 (12:12)
13.03.2025: Österreich vs. Deutschland 26:26 (11:13)
15.03.2025: Deutschland vs. Österreich 31:26 (16:14)
07.05.2025: Türkei vs. Österreich 29:34 (14:19)
11.05.2025: Österreich vs. Schweiz 34:33 (16:15)
Men´s EHF EURO 2026
15. Jänner - 01. Februar 2026
Ausrichter: Dänemark, Norwegen, Schweden
Titelverteidiger: Frankreich
Website, Spielplan & Ticketing: https://ehfeuro.
Vorrunden-Spielplan
Deutschland vs. Österreich
Do., 15. Jänner 2026, 20:30 Uhr, Herning (DEN)
Österreich vs. Spanien
Sa., 17. Jänner 2026, 18:00 Uhr, Herning (DEN)
Österreich vs. Serbien
Mo., 19. Jänner 2026, 18:00 Uhr, Herning (DEN)
Vorrundengruppen
Gruppe A, Herning (DEN): Deutschland, Spanien, Österreich, Serbien
Gruppe B, Herning (DEN): Dänemark, Portugal, Nordmazedonien, Rumänien
Gruppe C, Oslo (NOR): Frankreich, Norwegen, Tschechien, Ukraine
Gruppe D, Oslo (NOR): Slowenien, Färöer, Montenegro, Schweiz
Gruppe E, Malmö (SWE): Schweden, Kroatien, Niederlande, Georgien
Gruppe F, Kristianstad (SWE): Ungarn, Island, Polen, Italien