.

Jahresrückblick: die Weltmeisterschaften 2025

Die WM-Kapitäne: Sebastian Frimmel & Ines Ivancok-Soltic - Copyright: kolektiff/Eva Manhart/Jozo Cabraja

Im Jänner eröffneten die Männer das WM-Jahr 2025, im Frühjahr fixierten die Frauen ihre WM-Teilnahme mit dem Triumph über die Türkei und begeisterten schließlich zum Jahresende in Rotterdam (NED). Seit Einführung des neuen Formats, zogen Sebastian Frimmel & Co. erstmals in die Hauptrunde ein und belegten Rang 11. Den Frauen gelang dieses Kunststück zum dritten Mal in Folge. Am Ende wurde es Rang 16.

Es war das letzte Großereignis unter Aleš Pajovič. Direkt nach Ende der WM wurde bekannt, dass er ab sofort die SG Flensburg-Handewitt übernimmt und sich auf diese Aufgabe nach vollendeter EURO-Quali alleine konzentriert. Und diese WM sollte nochmals den erfolgreichen Weg, den man 2019 eingeschlagen hat, untermauern. Nachdem man 2019 und 2021 den Einzug in die Hauptrunde verpasste, gelang dies 2025 mit Siegen über Kuwait und Katar souverän. Lediglich Frankreich musste man sich in der Vorrunde beugen. Das tat der Österreich-Party samt Neuauflage des Österreich-Hauses in Porec (CRO) keinen Abbruch.

Zwei Punkte nahm man in die Hauptrunde mit, in die man mit einem 29:29 gegen Nordmazedonien startete, sich Ungarn knapp beugen musste und die WM schließlich mit einem 37:37 gegen die Niederlande beendete. Dabei musste man während der WM immer wieder Leistungsträger vorgeben. Bereits im Vorfeld fiel Kapitän Mykola Bilyk aus. Sebastian Frimmel übernahm seine Rolle, musste aber mitansehen, wie auch Janko Bozovic, Boris Zivkovic und auch Lukas Herburger im Laufe des Turniers ausfielen. 

Dennoch überzeugte man, begeisterte und schloss das Großereignis auf Rang 11 ab, der besten Platzierung, seit der Silber-Medaille 1938. Damals nahmen allerdings lediglich vier Nationen teil. 2025 waren es 32.

"Ich suche keine Ausreden, aber mit den ganzen Ausfällen und den nicht so starken Torhüterleistungen wie bei der EURO vor einem Jahr, war das überragend was wir hier gezeigt haben. Ich bin stolz auf meine Jungs. Wir können nachhause gehen und sagen, wir haben alles gegeben. Ich bin ein bisschen enttäuscht, aber es erwärmt mein Herz, wenn ich die Jungs so spielen sehen“, resümierte Aleš Pajovič.

Mit gemischten Gefühlen ging das Jahr auch bei den Frauen zu Ende. Mehrere Leistungsträgerinnen ausgefallen, als Team zusammengerückt, gegen Ägypten und Argentinien gewonnen, die Topnationen Niederlande und Frankreich gefordert, gegen Tunesien und Polen aufgrund schwindender Kräfte verloren.

Die Frauen-WM 2025 brachte viele Herausforderungen aber auch wertvolle Erfahrungen und Erkenntnisse. Insgesamt sieht man sich breiter aufgestellt für die Zukunft, gleichzeitig sind die Spielerinnen nun auch gefordert den nächsten Schritt zu machen. 

Unvergessen bleiben die Siege in der Vorrunde und die Partie gegen Gastgeber Niederlande vor über 9.000 Fans. Und Platz 16, der nach den Ausfällen von Johanna Reichert, Katarina Pandza, Aurelie Egbaimo, Martina Maticevic und Lorena Baljak, gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.

"Wir waren gegen Tunesien und Polen nicht weit weg. Wir haben leider in wichtigen Situationen ein paar Fehler zu viel gemacht. Da hat uns in den Endphasen die Physis und Qualität gefehlt. Gleichzeitig können wir zuversichtlich nach vorne schauen. Es gilt gut weiterzuarbeiten. Im Frühjahr kommen dann auch die verletzten Spielerinnen wieder zurück und die jungen Spielerinnen, die hier waren, haben einen Schritt gemacht und werden an den gewonnenen Eindrücken und Erfahrungen wachsen“, zeigte sich Sportdirektor Patrick Fölser zufrieden.

Teamchefin Monique Tijsterman unterstrich: „Wir nehmen viel mit aus diesem Turnier. Zum einen, dass wir Spielerinnen brauchen, die auf höchstem Niveau trainieren und auch spielen. Wir brauchen Spielerinnen, die, wenn sie eingesetzt werden, gleich da sind. Wenn du das aber auf diesem Niveau nicht gewohnt bist, ist das schwierig. Zum anderen haben wir gesehen, dass wir wirklich gute Momente in der Deckung hatten. Daran müssen wir weiterarbeiten, wie auch an den Gegenstößen und dem Rückzugsverhalten."

29. IHF Men´s World Championship

14. Jänner - 2. Februar 2025

Ergebnisse Vorrunde

Österreich vs. Kuwait 37:26 (18:16)
Österreich vs. Katar 28:26 (16:14)
Frankreich vs. Österreich 35:27 (19:15)

Ergebnisse Hauptrunde

Österreich vs. Nordmazedonien 29:29 (14:13)
Ungarn vs. Österreich 29:26 (12:13)
Niederlande vs. Österreich 37:37 (19:17)

IHF Women's World Championship 2025 in GER/NED

26. November - 14. Dezember 2025

Ergebnisse Vorrunde

Österreich vs. Ägypten 29:20 (14:12)
Österreich vs. Argentinien 27:23 (12:12)
Niederlande vs. Österreich 34:22 (14:12)

Ergebnisse Hauptrunde

Frankreich vs. Österreich 29:17 (14:12)
Österreich vs. Tunesien
Polen vs. Österreich 35:30 (17:18)

26/12/25 21:09 zurück