Österreich erfüllt mit 39:30-Sieg Pflichtaufgabe gegen Israel
Von einem Pflichtsieg war im Vorfeld gegen Israel gesprochen worden, war der Gegner doch bislang noch nie für ein Großereignis qualifiziert. Trotz klarer Favoritenrolle, war der Heimsieg kein Spaziergang. Das vor allem aufgrund von Eigenfehlern, die man nicht abzustellen vermochte.
Immer wieder landete ein Wurf neben oder über dem Tor, kamen Pässe ungenau an und wurden in der Deckung dem Gegner zu viele Räume gelassen. In der 9. Minute übernahm man mit dem 6:5 erstmals die Führung in der Partie und gab diese auch nicht mehr aus der Hand.
Mit einem 3:0-Lauf von 9:8 auf 12:8 sorgte man für etwas klarere Verhältnisse, führte zur Pause mit sechs Toren. Auch wenn man das Spiel kontrollierte, verabsäumte man es, sich noch deutlicher abzusetzen. Der Abstand schwankte zwischen sechs und acht Toren, der Sieg selbst war jedenfalls nie in Gefahr.
Teamchefin Monique Tijsterman: „Ich bin zufrieden damit, dass wir zwei Punkte geholt haben. Mit dem Spiel selbst bin ich nicht zufrieden. Wir haben uns in der Deckung nicht an unsere Absprachen gehalten, haben zu viele Fehler gemacht und sind nicht in den Gegenstoß gekommen. Allein da haben wir sechs, sieben Tore liegen gelassen. Das war nicht gut, aber wir haben zwei Punkte. Für das Spiel gegen Griechenland wartet definitiv arbeit auf uns.“
Kapitänin Katarina Pandza: „Mit den 39 Toren können wir zufrieden sein, aber 30 Gegentore sind definitiv viel zu viel. So etwas könnte uns die Quali kosten. Jetzt heißt es rasch regenerieren, zusammensetzen und so schnell es geht das Konzept in der Deckung umändern. Wir haben viel zu viele Räume gelassen, sind nicht in die Stopp-Fouls gekommen, haben den Innenblock ziemlich alleine gelassen. Wir haben uns was anderes vorgenommen, das gilt es am Sonntag besser zu machen.“
Gilad Maor, Teamchef Israel: „Gratulation an Österreich. Sie haben ein junges Team, spielen aber ein klares System. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft wie sie sich präsentiert hat. Lediglich vom Ergebnis her bin ich enttäuscht, da ein knapperes Resultat möglich gewesen wäre. Aber Österreich ist nicht unser Gegner im Kampf um ein EURO-Ticket, das ist Griechenland.“
Qualifikation zur Women´s EHF EURO 2026
Österreich vs. Israel 39:30 (18:12)
Mittwoch, 15.10.2025, 18:00 Uhr, BSFZ Südstadt, live ORF SPORT +
Österreich: Philomena Egger (7), Katarina Pandza (6), Klara Schlegel (6), Kristina Dramac (4), Johanna Reichert (4), Aurelie Egbaimo (3), Eleonora Stankovic (3), Martina Maticevic (2), Santina Sabtanig (2), Ines Ivancok-Soltic (1), Marie Scheiderbauer (1), Andrea Barnjak, Lorena Baljak, Ana Pandza, Lena Ivancok, Andjela Roganovic
Match Report
Griechenland vs. Österreich
So., 19. Oktober 2025, 17:00 Uhr, Kozani (GRE), live auf ORF SPORT +