Österreich verliert Abwehrschlacht gegen Deutschland 27:30
Intensität, Kampfgeist, Wille und Herz warfen Mykola Bilyk & Co. gegen Deutschland ins Spiel. Die gesamten 60 Spielminuten waren auf beiden Seiten von den Deckungsreihen geprägt. Nach dem 1:4-Rückstand nach zehn Minuten, eroberte die aggressive heimische Deckung einige Bälle. Aus dem Konter heraus sorgte Sebastian Frimmel in der 18. Minute für den verdienten 6:6-Ausgleich.
Kurz darauf nutzte die DHB-Mannschaft technische Fehler des Gegners geschickt aus, setzte sich auf 11:7 ab und führte zur Pause 12:8. Doch ein wahres Mittel fand Deutschland gegen die perfekt eingestellte Deckung von Iker Romero nicht. Kurz nach Seitenwechsel war Österreich mit dem 11:13 durch Jakob Nigg wieder auf Tuchfühlung.
Doch auch die Deckung Deutschlands war auf das rotweißrote Angriffsspiel gut eingestellt, eroberte zweimal den Ball und sorgte so dafür, dass man sich wieder einen Polster von fünf Toren erspielte. Diesen hielten unsere Nachbarn zunächst, doch in der heißesten Phase des Spiels, knapp fünf Minuten vor Spielende, meldete sich Österreich wieder zurück.
Zwei Treffer von Lukas Hutecek sowie ein weiterer von Jakob Nigg brachten das Team auf 24:26 heran. Alles war nun wieder möglich, doch der Kampf sollte am Ende nicht belohnt werden. Deutschland setzte sich 30:27 durch, auf Österreich wartet nun am Samstag gegen Spanien ein wahres Endspiel. Besiegt man das Heimatland von Teamchef Iker Romero, ist man im Rennen um Platz 2 und den damit verbunden Aufstieg in die Hauptrunde.
Teamchef Iker Romero: „Ich bin stolz wie die Mannschaft gearbeitet hat heute. Der Wille, alles war da. Sie haben 60 Minuten gekäpft und daran geglaubt. Wir haben richtig gut gedeckt, hatten ein gutes Tempo und waren in jeder Situation fokussiert. Wenn du gegen Top-Mannschaften wie gegen Deutschland gewinnen willst, muss alles klappen und du brauchst ein wenig Glück. Deutschland war in gewissen Situationen einen Tick besser als wir. Wir können uns immer weiterentwickeln und das werden wir auch. Ich froh, dass die Jungs jetzt enttäuscht sind, denn das ist der Weg, um sich weiterzuentwickeln. In zwei Tagen haben wir jetzt ein erstes Finale.“
Tobias Wagner: „Wir waren leider in entscheidenden Momenten nicht kaltschnäuzig genug. Das war ein bisschen ein Problem. Mit meiner eigenen Leistung bin ich nicht zufrieden, aber ein Riesenkompliment an die Mannschaft, wie wir heute über 60 Minuten gekämpft haben. Das war beeindruckend und es hat Riesenspaß gemacht. Wir spielen über 60 Minuten eine überragende Abwehr. Das war phänomenal. Das wäre der Schlüssel zum Sieg gewesen. Die Abwehrreihen haben heute definitiv dominiert. Wir brauchen uns jetzt offiziell vor niemandem verstecken. Jetzt müssen wir am Samstag gewinnen. Da gibt´s kein Wenn und Aber und das ist unser Ziel. Jetzt dürfen wir noch zwei Stunden traurig sein, aber dann muss der Blick nach vorne gehen. In weniger als 48 Stunden spielen wir unser wirkliches Finale gegen Spanien.“
17th Men´s EHF EURO 2026
15. Jänner - 01. Februar 2026
Ausrichter: Dänemark, Norwegen, Schweden
Titelverteidiger: Frankreich
Website, Spielplan & Ticketing: https://ehfeuro.eurohandball.com/men/2026/
Vorrunden-Spielplan
Deutschland vs. Österreich 30:27 (12:8)
Do., 15. Jänner 2026, 20:30 Uhr, Herning (DEN)
Österreich: Sebastian Frimmel (9/11), Jakob Nigg (7/9), Lukas Hutecek (6/10), Tobias Wagner (2/3), Janko Bozovic (1/2), Mykola Bilyk (1/6), Elias Kofler (1/1), Markus Mahr, Emanuel Petrusic, Nils Moser, Nemanja Belos, Lukas Herburger, Boris Zivkovic, Eric Damböck, Constantin Möstl (22,2% gehaltene Bälle - 6/27), Leon Bergmann (22,2% gehaltene Bälle - 2/9)
Match Report
Österreich vs. Spanien
Sa., 17. Jänner 2026, 18:00 Uhr, Herning (DEN), live auf ORF 1
Österreich vs. Serbien
Mo., 19. Jänner 2026, 18:00 Uhr, Herning (DEN), live auf ORF 1
Vorrundengruppen
Gruppe A, Herning (DEN): Deutschland, Spanien, Österreich, Serbien
Gruppe B, Herning (DEN): Dänemark, Portugal, Nordmazedonien, Rumänien
Gruppe C, Oslo (NOR): Frankreich, Norwegen, Tschechien, Ukraine
Gruppe D, Oslo (NOR): Slowenien, Färöer, Montenegro, Schweiz
Gruppe E, Malmö (SWE): Schweden, Kroatien, Niederlande, Georgien
Gruppe F, Kristianstad (SWE): Ungarn, Island, Polen, Italien