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Trauer um ehemaligen Co-Trainer des Frauen Nationalteams Mihaly Godor

Trauer um ehemaligen Co-Trainer des Frauen Nationalteams Mihaly Godor

Österreichs Handball trauert um einen langjährigen Weggefährten. Mihaly Godor verstarb im Alter von 70 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit. Über zwei Jahrzehnte begleitete er Österreichs Frauen Nationalteam als Co-Trainer, war Teil jener Mannschaft, die 1999 WM-Bronze holte und sich bis 2009 durchgehend für jede Welt- und Europameisterschaft qualifizierte. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Freunden und Wegbegleitern.

Mihaly Godor prägte Generationen. Sei es im Nationalteam, im Leistungsmodell Südstadt, oder in seiner Zeit als Trainer bei Vasas SC, Bayer Leverkusen, Hypo Niederösterreich und Wr. Neustadt. Er war im Besitz der EHF Master Coach-Lizenz und von 1998 bis 2020 als Co-Trainer Teil des ÖHB Frauen-Nationalteams und damit einer einzigartigen Geschichte.

Neben unzähligen Welt- und Europameisterschaften, sticht vor allem die Bronzemedaille bei der WM 1999 hervor. 

Neben und nach seiner Trainertätigkeit baute "Mischa" in seiner ungarischen Heimatgemeinde, von der er eine Zeit lang selbst Bürgermeister war, einen Handballverein auf und brachte viele Kinder und Jugendliche zum Sport. Im Juni 2021 beschloss die Bundeshauptversammlung des ÖHB Mihaly Godor das ÖHB Ehrenzeichen in Gold zu verleihen.

Viele Jahre arbeitete ÖHB-Generalsekretär Bernd Rabenseifner in seiner damaligen Funktion als Teammanager des Frauen-Nationalteams mit Mihaly Godor zusammen: "Die Nachricht vom Ableben von Mischa Godor erfüllt die gesamte österreichische Handballfamilie mit Trauer. Mischa war nicht nur fachlich ein wichtiger Baustein des Frauen-Handballs, sondern auch auf menschlicher Ebene eine große Bereicherung: Durch seine Expertise konnte er viele Spielerinnen, vor allem Torhüterinnen, auf dem Weg zur Spitze unterstützen. Seine ruhige, besonnene Art und sein positives Auftreten machten ihn zu einem besonderen Teil des Trainerteams, den die Spielerinnen sehr zu schätzen wussten. Ich persönlich durfte Mischa – gemeinsam mit Herbert Müller – als Teammanager über zwölf Jahre lang begleiten. Jede Begegnung und jedes Gespräch mit Mischa wird für immer in positiver Erinnerung bleiben."

Von Kindesalter an, war Mihaly Godor ein prägender Wegbegleiter für Petra Blazek, die, wie viele andere, vom Ableben zutiefst betroffen und überrascht ist: "Es war für uns alle ein riesen Schock. Niemand hat von seiner Krankheit gewusst. Ich kannte Mischa vom Nachwuchs bei HYPO NÖ an. Wir waren damals auch jedes Jahr bei seiner Sportanlage, die er in Ungarn aufgebaut hat, auf Trainingslager. Er hat beim Training mit uns Torfrauen schon frühzeitig Dinge integriert, von denen damals noch keiner wusste. Er war da sehr innovativ und kreativ. Als mein Torfrautrainer war er maßgeblich mitverantwortlich, wie meine Karriere verlaufen ist. Er hat sich auch immer Zeit für uns genommen, war da, wenn man Hilfe brauchte, man konnte ihn immer anrufen und er hat immer versucht alles für uns zu regeln. Er war ein sehr bodenständiger Mensch, er war ein Ruhepol und für uns Torfrauen extrem wichtig."

Gesamt HANDBALL AUSTRIA ist in Gedanken bei seiner Familie, seinen Freunden und Wegbegleitern.

Ruhe in Frieden lieber Mischa

01/05/26 16:32 zurück