Der europäische Handballverband eröffnet seine neue Zentrale in Wien

Der europäische Handballverband eröffnet seine neue Zentrale in Wien

Am 15. Dezember 2024 begann für den europäischen Handball eine neue Zeitrechnung: Die Europäische Handballföderation (EHF) eröffnete offiziell ihr neues Hauptquartier in Wien. Damit beherbergt die österreichische Hauptstadt bereits seit 1992 den Sitz des Verbands.

In der neuen europäischen Handballzentrale in Neu Marx im dritten Wiener Gemeindebezirk fand Mitte Dezember die Eröffnung der innovativen Zentrale mit mehr als 400 geladenen Gästen statt. Die Veranstaltung fiel gleichzeitig mit dem letzten Wochenende der EHF EURO 2024 der Frauen zusammen.

Alles, was Sie über die EHF wissen müssen

Die Europäische Handballföderation (EHF) ist der Dachverband für den Handballsport in ganz Europa. Die EHF vertritt 50 Mitgliedsverbände und zwei assoziierte Verbände und ist mit der Verwaltung eines breiten Spektrums an Aufgaben betraut.

Diese reichen von der Förderung und Entwicklung des Handballsports über das Angebot von Bildungsprogrammen bis hin zur Organisation großer Wettbewerbe wie beispielsweise der EHF-Europameisterschaft und der prestigeträchtigen EHF Champions League.

Zusätzlich zu diesen Aktivitäten beaufsichtigt der Verband seinen Marketingzweig, die EHF Marketing GmbH. Der Hauptsitz der EHF und ihre Tochtergesellschaft befinden sich bereits in Wien, wo sie eine zentrale Koordination der Abläufe und Veranstaltungen auf dem gesamten Kontinent gewährleisten sollen.

Die strategischen Partner der EHF

Die EHF betrachtet strategische Partnerschaften als unverzichtbar für die Zukunft des europäischen Handballs. Hierbei wird der Schwerpunkt auf das Konzept „Partnerschaft“ gegenüber „Sponsoring“ gelegt und der Dachverband der europäischen Handballer strebt eine Zusammenarbeit mit weltweit anerkannten und bestens bewerteten Unternehmen mit starker Affinität sowohl im Sport- als auch im Geschäftsbereich an.

Zu den Hauptsponsoren der EHF gehört Admiral, eine Tochtergesellschaft der renommierten NOVOMATIC-Gruppe. NOVOMATIC, ein österreichisches Unternehmen, ist ein führender Anbieter von Unterhaltungstechnologie und ein verlässlicher Anbieter von Online Casinospielen.

Weitere Hauptsponsoren der EHF sind Polar, ein in Finnland ansässiges Unternehmen, das führenden Innovationen bei Herzfrequenzmessgeräten und Trainingslösungen entwickelt, Peeroton, das Nahrungsergänzungsmitteln für Spitzensportler zusammenstellt und SELECT, ein offizieller Lieferant von ProfCare und Harzprodukten.

Das führende Sportartikelunternehmen Mizuno und das Medizintechnikunternehmen Zimmer inSports sowie Marken wie Kempa und Lidl tragen erheblich zur Unterstützung des Handballsports bei.

Das neue Hauptquartier

Die neue europäische Handballhaus erstreckt sich über 5.700 Quadratmeter und soll die internationale Zusammenarbeit zwischen der EHF, ihren 50 Mitgliedsverbänden und über 350 Vereinen, die an Europapokal-Veranstaltungen teilnehmen, gewährleisten.

Büroflächen stehen für bis zu 120 Mitarbeiter zur Verfügung, und im 250 Quadratmeter großen Auditorium werden zukünftig diverse Fachkonferenzen stattfinden. Zusätzlich gibt es verschiedene Besprechungsräume und ein voll ausgestattetes Fernsehstudio für mehrere internationale Aufnahmeteams.

Vor allem die Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt des Gebäudedesigns, denn dieses nutzt fortschrittliche Technologien, um die Umweltbelastung auf ein Minimum zu reduzieren. Die Heizung und Kühlung des Gebäudes werden durch thermisches Grundwasser und thermische Komponentenaktivierung gesteuert, wodurch eine effiziente Energieeinspeicherung gewährleistet wird.

Eine fast 250 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage erzeugt erneuerbare Energie, spendet gleichzeitig auch im Hochsommer Schatten und verbessert so zusätzlich die Umweltfreundlichkeit des Gebäudes.

Die neue Wiener Handballzentrale verfügt außerdem über Wärmerückgewinnungssysteme, um die Energieeffizienz zusätzlich zu steigern. Die verschiedenen Designinnovationen haben dem Gebäude das renommierte Goldstandard-Zertifikat „klimaaktiv“ von der österreichischen Regierung eingebracht, das auch bei der offiziellen Einweihung publikumswirksam verliehen wurde.

Die Errichtung des „European Handball House“ basiert auf einer Zusammenarbeit zwischen der EHF, dem Immobilienentwickler Raiffeisen Property Holding International (RPHI) und der Strabag, dem führenden mittel- und osteuropäischen Bauunternehmen. Die architektonische Gestaltung und Planung wurde von Burtscher-Durig ZT GmbH übernommen, einem in Wien ansässigen Unternehmen, das auf moderne und nachhaltige Projekte spezialisiert ist.

EHF-Präsident Michael Wiederer betonte die Bedeutung des neuen Hauptquartiers und stellte in seiner Eröffnungsrede fest, dass sie den Beginn einer neuen Ära für den europäischen Handball markiere. Das „European Handball House“ soll mehr als nur ein Arbeitsplatz sein und soll seiner Rolle als Treffpunkt für die gesamte europäische Handballgemeinschaft gerecht werden.

Wiederer zeigte sich zuversichtlich, dass das Gebäude Zusammenarbeit und Fortschritt im europäischen Einklang fördern wird, und bemerkte, dass das Design der neuen Zentrale Eleganz mit Funktionalität verbindet. Weiter wies er darauf hin, dass die Einrichtung gut für die Ausrichtung von unterschiedlichen Meetings, Konferenzen und kritischen Diskussionen über die Zukunft des Sports geeignet sei.

Laut Martin Hausleitner, dem Generalsekretär der EHF, wurde das neue Hauptquartier so konzipiert, dass es viele offene Räume bietet, damit verschiedene Abteilungen interagieren und zusammenarbeiten können. Es beherbergt aber auch spezielle Fokus- und Konzentrationsbereiche, in denen Abteilungen wie Recht und Finanzen auch eine ruhige Arbeitsumgebung vorfinden.

Karl-Maria Pfeffer, CEO von RPHI, unterstrich auch den Stadterweiterungsbeitrag, den dieses Projekt zur Entwicklung des Stadtteils Neu Marx leistet, denn „das ‚European Handball House‘ vereint hochwertige Büroflächen mit modernem Design und innovativer thermischer Gebäudetechnologie.“

Ihm zufolge inspiriert das Gebäude unterschiedliche Architekturteam weltweit zu kreativer Zusammenarbeit und verbessert gleichzeitig das im Aufschwung befindliche Stadtviertel.

Das Projekt sei, so Pfeffer, ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg von RPHI, international attraktive Büroflächen zu schaffen und gleichzeitig auf moderne Architektur und nachhaltige, zukunftssichere Technologien zu setzen, die eine hohe und klimaneutrale Lebensqualität bieten.

Die Raiffeisen Property Holding International (RPHI)

Die Raiffeisen Property Holding International ist der Immobilienkompetenzträger der Raiffeisen Bank International AG. Sie entwickelt, betreibt und verwaltet Immobilien in Österreich und der Region Zentral- und Osteuropa.

Das Portfolio der RPHI deckt alle Anlageklassen ab und bietet eine breite Palette von Dienstleistungen, von maßgeschneiderten Entwicklungen bis hin zum maßgeschneiderten Immobilienmanagement.

Die Projekte der RPHI zeichnen sich durch zeitloses, attraktives Design aus, bei dem Energieeffizienz und optimierte Betriebskosten im Mittelpunkt stehen. Seit 2011 werden alle neuen Entwicklungen der RPHI mit internationalen Nachhaltigkeitszertifizierungen auf höchstem Niveau in Form von ÖGNI, DGNB oder LEED ausgezeichnet, was ihr Engagement für Umweltverantwortung und nachhaltiges Bauen bestätigt.

02/01/25 11:06 zurück