Gehälter im Handball: Wie viel verdienen die Profis?
Grundlagen des Profihandballs
Der professionelle Handball hat weltweit eine feste Verankerung, mit starken nationalen Ligen, die vor allem in Europa zu finden sind, wo der Sport eine lange Tradition und eine begeisterte Anhängerschaft besitzt. Länder wie Deutschland, Frankreich und Spanien genießen einen hervorragenden Ruf für ihre hochkompetitiven Ligen - die Bundesliga, LNH und Liga ASOBAL - die als Brutstätten für weltklasse Talente dienen. Diese Ligen zeichnen sich durch hohe Spielqualität, ausgezeichnete Organisation und signifikante finanzielle Investitionen aus, was sie zu attraktiven Zielen für Top Spieler aus der ganzen Welt macht.
Im Gegensatz zu den nationalen Ligen, die den regelmäßigen Spielbetrieb ihrer Clubs umfassen, bieten internationale Wettbewerbe wie die EHF Champions League und die IHF Weltmeisterschaft eine Bühne für die besten Teams und Nationalmannschaften, um ihre Kräfte auf einem globalen Level zu messen. Diese Turniere nicht nur steigern die internationale Sichtbarkeit des Sports, sondern fördern auch die sportliche Exzellenz durch den Wettbewerb der höchsten Klasse. Die Unterschiede zwischen nationalen und internationalen Wettbewerben liegen nicht nur im Format und Reichweite, sondern auch in der Art und Weise, wie sie zum globalen Ansehen und zur Entwicklung des Handballs beitragen.
In ähnlicher Weise wie der Handball Länder und Kulturen im sportlichen Wettstreit vereint, bringen auch Crossplay Spiele Spieler aus verschiedenen Plattformen und Regionen zusammen. Sie ermöglichen es, unabhängig von der verwendeten Konsole oder dem PC, gemeinsam oder gegeneinander anzutreten, was die Grenzen der traditionellen Spielernetzwerke überschreitet.
Einkommensquellen und Prämien für Profihandballer
Neben den direkten Einkünften aus ihren Vereinsverträgen profitieren viele Handballer auch von Werbeverträgen und Sponsoring. Marken aus der Sportartikelindustrie sowie andere Unternehmen sehen in erfolgreichen Sportlern wertvolle Botschafter für ihre Produkte. Solche Partnerschaften können bedeutsame Zusatzeinkünfte generieren, besonders für jene Spieler, die eine hohe Sichtbarkeit auf und abseits des Spielfeldes genießen.
Im Bereich der Siegprämien offenbart der Handball, wie auch andere Profisportarten, dass herausragende Leistungen auf internationaler Bühne entsprechend belohnt werden. Der Deutsche Handballbund (DHB) hat für den Erfolg seiner Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft attraktive Prämienstrukturen festgelegt. Ein Weltmeistertitel würde demnach eine Gesamtprämie von 500.000 Euro einbringen, die unter den Spielern des Kaders sowie dem Betreuerstab aufgeteilt wird. Doch nicht nur der Weltmeistertitel wird belohnt. Auch für das Erreichen des Finales, den dritten Platz oder sogar den vierten Platz bei der Weltmeisterschaft sind Prämien vorgesehen. Diese gestaffelte Prämienstruktur sieht folgendermaßen aus:
- Weltmeister: 500.000 Euro
- Finalteilnahme: 380.000 Euro
- Platz 3: 260.000 Euro
- Platz 4: 140.000 Euro
Jahresgehälter der deutschen Handballer
In der Welt des deutschen Profihandballs spiegeln die Brutto-Jahresgehälter der Spieler nicht nur ihre sportlichen Leistungen auf dem Feld wider, sondern auch ihren Marktwert und ihre Bedeutung für ihre jeweiligen Teams. Laut Informationen von „Sportbuzzer“ variieren die Gehälter der Top Handballer erheblich, basierend auf Erfahrung, Position und der Fähigkeit, entscheidende Spiele zu beeinflussen. Die folgende Tabelle bietet einen Einblick in die finanzielle Landschaft des deutschen Handballs, indem sie die Bruttojahresgehälter einiger bekannter Handballer auflistet und vergleicht.
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Name |
Alter |
Verein |
Brutto-Jahresgehalt |
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Johannes Golla |
25 |
SG Flensburg-Handewitt |
480.000 Euro |
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Kai Häfner |
33 |
TVB Stuttgart |
420.000 Euro |
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Andreas Wolff |
31 |
Industria Kielce |
420.000 Euro |
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Timo Kastening |
28 |
MT Melsungen |
360.000 Euro |
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Juri Knorr |
22 |
Rhein-Neckar Löwen |
336.000 Euro |
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Jannik Kohlbacher |
27 |
Rhein-Neckar Löwen |
324.000 Euro |
|
Philipp Weber |
30 |
SC Magdeburg |
300.000 Euro |
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Julian Köster |
22 |
VfL Gummersbach |
300.000 Euro |
|
Sebastian Heymann |
25 |
Frisch Auf Göppingen |
300.000 Euro |
|
Christoph Steinert |
32 |
HC Erlangen |
240.000 Euro |
|
Lukas Mertens |
26 |
SC Magdeburg |
216.000 Euro |
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Rune Dahmke |
29 |
THW Kiel |
216.000 Euro |
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David Späth |
21 |
Rhein-Neckar Löwen |
180.000 Euro |
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Nils Lichtlein |
21 |
Füchse Berlin |
144.000 Euro |
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Renars Uscins |
21 |
TSV Hannover-Burgdorf |
144.000 Euro |
|
Justus Fischer |
20 |
TSV Hannover-Burgdorf |
144.000 Euro |
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Martin Hanne |
22 |
TSV Hannover-Burgdorf |
120.000 Euro |
Die Top Verdiener im Handball weltweit
Im professionellen Handball haben sich die Gehälter in den letzten Jahren deutlich entwickelt, wobei besonders herausragende Spieler beeindruckende finanzielle Meilensteine erreichen. Der Vergleich mit den kolossalen Gehältern im Profifußball mag zwar Handballer noch in bescheideneren finanziellen Sphären zeigen, dennoch gibt es im Handball Akteure, die die magische Marke von einer Million Euro Jahresgehalt durchbrochen haben.
- Mikkel Hansen: Der Weltmeister und Star von Paris Saint-Germain nimmt mit einem geschätzten Monatsgehalt von 80.000 Euro die Pole-Position ein. Inklusive Prämien kann sein Jahreseinkommen die 1-Million-Euro-Marke überschreiten.
- Nikola Karabatic: Auch dieser PSG-Spieler und dreifache Welthandballer knackt mit Einnahmen, die auf rund 1,5 Millionen Euro jährlich geschätzt werden, die Millionenmarke.
- Daniel Narcisse: Ein weiterer PSG-Spieler, dessen Jahresgehalt bei etwa 700.000 Euro liegt, unterstreicht die finanzielle Potenz des Pariser Clubs, getrieben von katarischen Investitionen.
Im Vergleich dazu steht Cristina Neagu als Topverdienerin im Damenhandball mit einem Jahresgehalt von 265.000 Euro, was die finanzielle Diskrepanz zwischen Männer- und Frauenhandball unterstreicht.
Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen

Im professionellen Handball, ähnlich wie in vielen anderen Sportarten, existieren geschlechtsspezifische Gehaltsunterschiede, wobei männliche Handballer im Durchschnitt höhere Gehälter und Prämien erhalten als ihre weiblichen Kolleginnen. Es gibt jedoch zunehmend Bemühungen für mehr Gleichberechtigung. In einem bemerkenswerten Schritt hat der Deutsche Handballbund (DHB) angekündigt, dass für die Europameisterschaft der Frauen dieselbe Prämie für einen Titelgewinn ausgelobt wird wie bei den Männern: 250.000 Euro. Diese Entscheidung, die vor dem Auftaktspiel der deutschen Frauenmannschaft bekanntgegeben wurde, markiert einen wichtigen Meilenstein in der Bemühung, Equal Pay im Sport zu realisieren und das Interesse am Frauenhandball zu steigern.
Das Preisgeld soll dabei nicht nur unter den Spielerinnen aufgeteilt werden, sondern auch ein signifikanter Anteil ist für das unterstützende Team vorgesehen. Zudem wurden die Tagesgelder der Nationalspielerinnen angepasst und kommen nun den Konditionen der männlichen Kollegen näher. Diese Anpassung unterstreicht das Bestreben des DHB, nicht nur finanzielle Gleichstellung zu erreichen, sondern auch die Anerkennung und Wertschätzung für die Leistungen der Frauen im Handball zu fördern.
Die Initiative ist ein Teil der umfassenden Strategie des DHB, den Frauenhandball attraktiver zu machen und das allgemeine Interesse am Sport zu erhöhen. Die Finanzierung der EM-Prämien wird hauptsächlich durch Sponsorenleistungen sichergestellt, was die Bedeutung und den Einfluss von Sponsoring im modernen Sport unterstreicht. Diese Maßnahme des DHB könnte als Vorbild für andere Verbände und Sportarten dienen, um die Gleichstellung im Profisport weiter voranzutreiben.
Wie geht es nach der Karriere weiter?
Die finanzielle Sicherheit von Handballprofis wird durch eine Reihe von Herausforderungen beeinflusst. Einerseits variieren die Gehälter stark je nach Liga, Verein und individueller Verhandlungsfähigkeit, was eine gewisse Unsicherheit mit sich bringt. Andererseits ist die Karrieredauer eines Profisportlers begrenzt, oft durch Verletzungen noch weiter verkürzt, was die Notwendigkeit unterstreicht, frühzeitig für die Zeit nach der aktiven Karriere zu planen. Zudem können unvorhergesehene Ereignisse, wie globale Pandemien, finanzielle Strukturen von Vereinen und Ligen beeinträchtigen und damit auch die Gehälter und Prämien der Spieler.
Für viele Handballspieler bieten sich nach dem Ende ihrer aktiven Laufbahn jedoch diverse Möglichkeiten, im Handballumfeld tätig zu bleiben und Einkommen zu erzielen. Coaching ist ein natürlicher Übergang für viele ehemalige Spieler, die ihre Erfahrungen und ihr Wissen an die nächste Generation weitergeben möchten. Managementpositionen in Vereinen oder Verbänden bieten weitere Karrierechancen, ebenso wie die Rolle als Sportkommentatoren oder Analysten, die ihre Expertise in die Medienwelt einbringen können. Diese nachgelagerten Karrierewege können nicht nur finanzielle Sicherheit bieten, sondern auch die Möglichkeit, dem Sport, den sie lieben, weiterhin verbunden zu bleiben.