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EURO 2018: Das Finale gegen Weißrussland

Robert Weber - Copyright: ÖHB/Pucher

Vor genau vier Jahren bestritt Österreich bei der EM 2014 ebenfalls sein „Finale“ zum Auftakt. Damals wurde Tschechien glatt mit 30:20 aus der Halle gefegt und man zog in die Hauptrunde ein. Der Gegner kommenden Freitag lautet Weißrussland, ein eingespieltes Team mit einem erfahrenen Trainer.

Er wurde als Trainer deutscher Meister, deutscher Pokalsieger, Supercupsieger und EHF-Pokalsieger, wurde als Spieler Weltmeister 1982, Olympiasieger 1988, gewann mit SKA Minsk den Europapokal der Landesmeister (1987, 1989, 1990) den Europapokal der Pokalsieger (1983, 1988), wurde sechsfacher sowjetischer Meister und dreifacher Pokalsieger. Iouri Chevtsov weiß also sowohl als Trainer als auch als Spieler wovon er spricht.

Auch Österreichs Handball-Teamchef Patrekur Jóhannesson spielte unter dem Weißrussen in Essen und sagt: „Als Spieler hat er mir sehr viel geholfen und ist mit Abstand der beste Trainer den ich je hatte. Er kann die Spieler unglaublich motivieren.“

Der Kader der Weißrussen weist etliche Spieler auf, die nicht nur im Nationalteam sondern auch im Verein zusammenspielen. Der 28-Mann Kader ist eine eingespielte Truppe bei dem allein acht Spieler bei HC Meshkov Brest unter Vertrag stehen und noch einmal so viele bei SKA Minsk. 

„Wie immer, sehe ich die Chancen bei 50:50. Weißrussland hat eine gute Mannschaft, sonst wären sie auch nicht bei der EM. Für uns ist es auf jeden Fall gut, dass wir dieses Spiel gleich zu Beginn haben. Ich glaube an meine Mannschaft und hoffe, dass sie beim ersten Spiel im Kopf befreit sind. Unser Ziel ist klar weiterzukommen“, so Jóhannesson.

Das letzte direkte Duell mit Weißrussland liegt bereits fünf Jahre zurück. Anfang Jänner 2013 setzte sich Weißrussland beim Yellow Cup in Winterthur (SUI) klar mit 33:22 durch. Der letzte Sieg Österreichs stammt aus 2011. Im Freundschaftsspiel in Gdynia (POL) behielt man mit 31:28 die Oberhand.

Aus den insgesamt 17 Duellen ging man sieben Mal als Sieger hervor, zehn Mal musste man sich Weißrussland beugen. Mit je vier Toren sind Janko Bozovic und Robert Weber jene beiden Spieler im aktuellen österreichischen Kader die den Weißrussen die meisten Tore in einem Spiel machen konnten.

Trotzdem schickte Weber bei der gestrigen Verabschiedung voraus: „Die große Unbekannte ist Weißrussland. Viele Fans von uns reisen mit. Wir hoffen dadurch, dass so etwas wie Heimspielatmosphäre entsteht. Das wäre vor allem für die jungen Spieler wichtig. Das ist auch die Aufgabe von uns erfahrenen, älteren Spielern, hier bestmöglich zu unterstützen. Wir wollen für das erste Spiel perfekt eingestellt sein und uns nicht überraschen lassen.“

Nach einer letzten Trainingseinheit in der Südstadt übersiedelt das Nationalteam am heutigen Mittwoch nach Porec, Freitagabend, 18:15 Uhr, live auf ORF Sport+, steigt der Showdown gegen Weißrussland.

Spielplan Vorrunde EURO 2018

Gruppe B, Porec

Österreich vs. Weißrussland
12.01.2018, 18:15 Uhr, live auf ORF Sport+

Österreich vs. Frankreich
14.01.2018, 18:15 Uhr, live auf ORF Sport+

Österreich vs. Norwegen
16.01.2018, 20:30 Uhr, live auf ORF Sport+

10/01/18 10:37 zurück